(Un-)Social Media?
Timotheus Liebscher und ich haben uns im Februar mit Social Media und der jungen Generation beschäftigt. Ich selbst bin Christ und in der Jesus Gemeinde Dresden aktiv.
Durch meine Arbeit bei dem Bildungsprojekt SPREUWEIZEN sind meine Kollegen und ich in allen Schultypen in Sachsen unterwegs. Uns begegnet oft das Gefühl der Überforderung bei Lehrkräften und Eltern und eine in den letzten Jahren steigende Anzahl von Kids und Jugendlichen, die auf Social Media, insbesondere TikTok, unterwegs sind – UNBEGLEITET. Wir klären auf zu Desinformationen und Influencing und erstellen auch Games, um junge Menschen fit zu machen mit Nachrichten und Feeds gesund und kritisch umzugehen.
Bei dem Abend im FeG Café goldrichtig waren überwiegend Eltern dabei, die viele Fragen mitgebracht hatten.
„Welche rechtlichen Grenzen gibt es bei Social Media Nutzung?“
„Was begegnet meinem Kind auf Social Media?“
„Wie kann ich als Eltern gut begleiten?“
Timotheus und mir war es an dem Abend ein wichtiges Anliegen, Eltern aufzuklären, dass die Kinder mit hoher Wahrscheinlichkeit, verstörende Dinge auf den Plattformen, TikTok und Instagram sehen werden.
Mich persönlich hat eine Schilderung einer Jugendlichen aus einem Schulworkshop lange begleitet: „Ich habe heute nach einem lustigen Schulvideo sofort nach dem Scrollen das Video einer Überwachungskamera vom Weihnachtsmarkt-Attentat in Magdeburg gesehen.“ Die junge Frau hat das tagelang begleitet.
Ich persönlich würde Eltern folgendes raten:
1. Bleibt am Kind dran, seid interessiert und lasst euch zeigen, wem die Kids bei Social Media folgen.
2. TikTok, Instagram nicht vor 14 Jahren!
3. Eltern sollten einen gesunden Umgang mit Bildschirmzeiten vorleben!
4. Digital-Fasten kann der ganzen Familie gut tun.
Timotheus hat dann auch aus einer geistlichen Perspektive auf das Thema Smartphone Nutzung geschaut. Sind wir als Eltern Herr über unser Smartphone? Wie können wir in der Kraft des Heiligen Geistes in dieser digitalen Lebenswelt leben und agieren?
Auch, wenn wir nicht alle Fragen klären konnten, hat der Austausch zu dem Thema gut getan. In einem zweiten Teil wollen wir uns konkret zu der Frage treffen: Wie begleiten wir Kinder im Alltag?
Ronald Becker
…liebt den Austausch über kontroverse Fragen und Themen